Unglücklich
Die erste Aufgabe in einem Pflichtspiel kam für die Weisstruppe wohl schlicht etwas zu früh. Verdient und doch etwas glücklich setzten sich die insgesamt etwas abgeklärteren Gastgeber aus Unterwellenborn im Thüringenpokal durch.
Die Mannschaft von Marco Weiß wusste aber dabei durchaus zu überzeugen und musste feststellen, dass insgesamt sicher heute mehr möglich war.
Das Spiel begann aber mit einer Schrecksekunde. Schwarzenau nach 4 Minuten gegen einen Stürmer der gastgeber im Strafraum, klarer Strafstoß, aber kein Pfiff. Glück für Empor, aber nur zwei Minuten später zeigte das Schiedsrichtertrio, dass es heute einen falschen Tag verpasst bekam. Metzalff wird im Mittelfeld bedrängt und gefoult, kann den Ball aber noch auf Kalks spielen, der allein auf den Keeper geht und durch den Freistosspfiiff des Schiris den Vorteil genommen bekommt. Leider setzte sich die orientierungslose Spieleitung fort und sollte sich in Hälfte 2 gar steigern. Empor im ersten Abschnitt mehr als Gleichwertig, musste auf Jahn, Margraf, Happe und Pasquet verzichten, durchaus Spieler für die erste 11. "Mich interessiert heute nicht wer nicht da war, sondern was die Jungs auf dem Platz abgeliefert haben. Das war richtig gut und der ein oder andere hat seine Postion im Team gefestigt, andere haben hier ihre Chance einfach genutzt." so Weiss, dem letztlich Defizite nicht in der Elf auf dem Platz, sondern in den Wechselmöglichkeiten am Ende festzustellen blieben. Besonders Korda überzeugte bei seinem Debüt auf Landesebene, immerhin deckte er den Serientorschützen der Stahlelf fast völlig ab. Das Gegentor in der 36. Minute quasi aus dem Nichts, Empor mit Freistoss, der zweite Ball geht weg und der Gegner kontern auf eigenem Platz. Solche Fehler werden auf diesem Niveau einfach bestraft. Kurz vor der Pause noch einmal die Stahlelf, nach fehler im Aufbauspiel, aber Feuerstein ganz gelassen im Eins gegen Eins. Quent, Kalks und Metzlaff besaßen auf der anderen Seite die Chance, vergaben aber im Abschluss.Die Mannschaft von Marco Weiß wusste aber dabei durchaus zu überzeugen und musste feststellen, dass insgesamt sicher heute mehr möglich war.
In Hälfte zwei kam Unterwellenborn besser, aber ohne große Chancen aus dem Spiel. Lediglich Standards sorgten immer wieder für Gefahr. Der Schiedsrichter musste dann wieder eingreifen, um aufregendes zu verursachen. Ein langer Freistoss in den Strafraum, Korda wird klar gefoult und bekommt den Ball an die hand, kurioser Weise Strafstoß für Stahl. Aber Feuerstein ist zur Stelle und hält. Bei der anschließenden Ecke kommt der Ball im Fünfer frei auf, wird aber geklärt, der Stürmer der Stahl elf tritt aber voll gegen Korda nach, kein Pfiff. Wenig später die unschönste Szene im Spiel.. Hanke spielt den Ball und wird wiederum durch den gleichen Spieler in Karate Manier weggetreten. Hier wäre nur Rot möglich gewesen, aber nur eine Ermahnung. Noch unverständlicher das Übersehen des klaren Handspiels der Gastgeber bei Steinerflanke in der 80. Minute, auch hier wäre Srtafstoss die logische Entscheidung gewesen.
Insegesamt muss man sagen fiel Empor in Hälfte zwei nach Vorn zu wenig ein, um Unterwellenborn in Verlegenheit zu bringen, so fing man sich in der 90. noch einen Konter zum unglücklichen 2:0.
"Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung, das war insgesamt in Ordnung. Gerade in Hälfte zwei hat uns die Frische gefehlt offensiv noch mal was zu versuchen, da hat man gemerkt, dass wir heut personell dünn besetzt waren. Ich hätte gern in der 60. Minute gwechselt, aber das war heut unmöglich. Einige der aktiven Spieler haben heute echt überzeugt und Druck auf die gemacht, due heut nicht dabei waren. Mit der heute fehlenden Qualität bei uns noch als Ass im Ärmel wären wir hier niocht rausgeflogen. Wir sind noch früh in der Vorbereitung, besonders im Spielaufbau haben wir das gesehen, da kommt noch viel Arbeit auf uns zu." so der Trainer.
Aufstellung: Feuerstein, Hanke, Korda, Scharzenau, Brüheim, Dübler, Haubold (83. Brillinger), Quendt, Steiner, Kalks, Metzlaff

