FC Empor Weimar 06 e.V.

1.Männer : Spielbericht Kreisliga Nord, 20.ST (2017/2018)

FC Empor Weimar 06   TSV 1864 Magdala
FC Empor Weimar 06 3 : 1 TSV 1864 Magdala
(1 : 1)
1.Männer   ::   Kreisliga Nord   ::   20.ST   ::   28.04.2018 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

3x Mario Oschmann

Assists

Omar Kahoul, Arno Backhaus

Zuschauer

37

Torfolge

0:1 (11.min) - TSV 1864 Magdala
1:1 (45.min) - Mario Oschmann (Arno Backhaus)
2:1 (74.min) - Mario Oschmann
3:1 (90+1.min) - Mario Oschmann (Omar Kahoul)

Heimerfolg dank Oschmann-Hattrick ...

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten und ein überragender Routinier Mario Oschmann prägten das Spiel unserer 1. Männermannschaft gegen die SG TSV Magdala. Am Ende stand ein 3:1 Heimerfolg, der auch aufgrund der starken 2. Halbzeit in der Höhe in Ordnung geht.

Bei perfekten äußeren Bedingungen gab Chef-Trainer Nico Teubert einigen seiner Stammkräfte eine Pause und vertraute auf eine neue Formation.

Motiviert und zunächst auch sehr ballkontrolliert begann die Partie für die jungen Emporianer. In den ersten Spielminuten tasteten beide Teams sich noch ab und versuchten mit tiefen Pässen ihre Stürmer zu bedienen. Überwiegend spielten sich die Szenen aber im Mittelfeld ab, ohne das eine Mannschaft wirklich die Überhand gewann.

Nach elf Spielminuten dann der Schock für die Empor-Truppe. Ein langer Ball springt zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt auf und der heraus eilende Schlussmann Patrick Naumann verschätzt sich dermaßen, dass der Ball über ihn fliegt und der durchstartende Angreifer die Situation sofort antizipierte und den Ball nur noch einschieben brauchte. Ein Torwartfehler, der unseren ehrgeizigen Schlussmann selbst am meisten wurmte. Jetzt sollte sich aber auch zeigen, dass wir als Mannschaft gereift sind und auch einen Rückstand drehen können. Aber was in der Folge von unserer Truppe auf den Rasen gebracht wurde, war recht überschaubar. Zu allen Überfluss verletzte sich Maximilian Müller bei einem Zweikampf und musste bereits in der 20. Spielminute das Spielfeld verlassen. Für ihn kam Routinier Mario Oschmann in die Partie. Chancen? Fast Fehlanzeige. Eine Kopfballchance von Donal Brody und ein Schuss von Sebastian Schröder waren noch die nennenswertesten Möglichkeiten in einer ersten Halbzeit, in der wir vor dem gegnerischen Tor blass geblieben sind. Im Spielaufbau unterliefen uns immer wieder Abspielfehler und beim Versuch nach vorne zu spielen, fehlten uns schlichtweg die Ideen. Dann hätten unsere Gäste auch noch fast das 0:2 markiert, aber der gegnerische Angreifer jagte einen freiliegenden Ball aus gut zehn Metern über das Tor. In dieser Situation war das Glück auf der Empor-Seite.

Trainer Nico Teubert war mehr als unzufrieden mit der Leistung seiner Männer und wechselte noch vor der Pause ein zweites Mal. Ali Mrza kam für Maximilian Schrader (42. Minute) in die Partie.

Und wie aus dem Nichts dann der Ausgleich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wird Mario Oschmann auf der linke Außenbahn von Arno Backhaus angespielt, er kontrolliert den Ball, geht noch zwei drei Meter in Richtung Sechzehner und zieht einfach mal mit rechts ab und der Ball landet unten links im Tor. Was für ein wichtiges Tor und ein Weckruf für die Mannschaft. Mit diesem Treffer hätte wohl keiner mehr in Halbzeit eins gerechnet, aber wie heißt es doch so schön: "Wenn man gar nicht mehr damit rechnet, dann kopft das Schicksal gern mal an".

Es blieben noch 45 Spielminuten, um die erste Hälfte vergessen zu machen und das Spiel für uns zu entscheiden. Trainer Nico Teubert sollte in der Halbzeit deutliche Worte finden und den Jungs nochmal klar und deutlich die Wichtigkeit dieses Spieles vor Augen führen.

Und so kamen die jungen Emporianer auch mit jeder Menge Schwung und Selbstvertrauen aus der Kabine. Gleich zu Beginn übernahmen Donal Brody und Omar Kahoul die Kontrolle über das Mittelfeld und versuchten ihre Vordermänner immer wieder in Tornähe in Szene zu setzen. Donal Brody höchst persönlich sollte es sein, der mit einem Gewaltschuss aus gut 25 Metern ein Ausrufezeichen setzte. Sein Ball knallte förmlich an den Pfosten und statt dem Ball lange hinterher zu schauen, sprintete er weiter in den Strafraum und sollte den Abpraller nochmal vor die Füße bekommen, aber leider fehlte ihm beim Nachsetzen das Glück. Was für eine Anfangsphase in der 2. Hälfte und ein Gegner, der nur noch reagieren konnte und quasi geschockt wirkte, mit welcher Wendung dieses Spiel nun ablief. Es spielte nur eine Mannschaft und so boten sich mehrfach gute Torgelegenheiten für unsere Mannschaft. Reihenweise scheiterten Ali Mrza, Sebastian Döhmen, Sebastian Schröder (aus der Distanz), Mario Oschmann und Ben Sterner. Es blieb aber noch genügend Zeit, um das entscheidende Tor zu erziele, Geduld war also gefragt. In der 66. Spielminute dann bereits der dritte Wechsel auf der Empor-Seite. Mohammad Al Darwish kam für Sebastian Döhmen in die Partie und sollte auf der rechten Seite weiter für Druck im Angriffspiel sorgen.

Dann die erlösende 74. Spielminute. Der am heutigen Tag auffälligste Akteur, Mario Oschmann, schnappte sich im Mittelfeld den Ball, rannte an Freund und Feind vorbei in Richtung Strafraum und haute das Ding in die Maschen. Es zeigte sich heute wieder einmal mehr, wie wichtig der Routinier für das Team ist. Ein Tor, welches nicht nur für Jubelschrei bei Trainer, Team und Fans sorgte, sondern auch zeigte, dass die Mannschaft lebt und trotz Rückstand gemeinschaftlich das Ergebnis umbiegen wollte und sich dafür auch belohnte. Im weiteren Verlauf boten sich noch Chancen für Ben Sterner, Mohammad Al Darwish und Sebastian Schröder, aber der Torerfolg blieb aus und so sollte das knappe 2:1 bis zur Schlussphase für Spannung auf dem Raen sorgen.

Unsere Gäste versuchten nach der langen Drangphase von uns auch wieder nach vorne zu spielen. Aber die Leichtigkeit der 1. Halbzeit fehlte und mit zunehmender Spieldauer ließen auch die Kräfte allmählich nach. Aber geschlagen geben, wollten sie sich nicht und so versuchten sie mit langen Bällen auf ihren schnellen Stürmer für Entlastung zu sorgen. Fast auch mit Erfolg, aber in gemeinschaftlicher Manier vereitelten Lukas Thiele und Schlussmann Patrick Naumann eine hoch brenzliche Situation.

In den verbleibenden fünf Spielminuten, versäumten es unsere Männer, den Sack endgültig zuzumachen. Aber Schluss ist erst, wenn der Schiedsrichter pfeift und so wollte Omar Kahoul seine gute Leistung nochmal krönen und trieb den Ball im Mittelfeld mit ganz viel Power in Richtung gegnerisches Gehäuse, aber statt selbst abzuziehen, spitzelt er den Ball mit Übersicht zum besser postierten Mario Oschmann, der den Ball annehmen konnte und überlegt zum 3:1 einschob (90+1 Spielminute). Ein Hattrick, der mit Sicherheit in denkwürdiger Erinnerung bleiben wird und für den Routinier die Saisontreffer 10, 11 und 12 bedeuteten.

Aufgrund der 2. Halbzeit geht der Sieg völlig in Ordnung und zeigt, dass wir auch trotz schlechtem Start in der Lage sind, aus eigener Kraft und mit mannschaftlicher Geschlossenheit jeden Gegner unter Druck zu setzen und uns Torgelegenheiten zu erspielen.

Mit Blick auf das in drei Tagen anstehende Nachholspiel gegen den Tabellenführer aus Wickerstedt war diese 2. Halbzeit auch ein Zeichen an die Konkurrenz. Jetzt heißt es aber auch dran zu bleiben und da genau weiterzumachen.

„In der 1. Halbzeit haben wir überhaupt nicht in unser Spiel gefunden und mit der Leistung können und wollen wir auch nicht zufrieden sein. Was die Jungs dann aber gleich zu Beginn der 2. Hälfte gezeigt haben, das war bemerkenswert und war die richtige Reaktion. Ich freue mich, dass wir den Rückstand umbiegen konnten und doch noch drei Tore erzielt haben. Einen Hattrick habe ich schon lange nicht mehr im Wimaria-Stadion gesehen und nicht nur ich, sondern die gesamte Mannschaft freut sich riesig über die drei Tore von Mario. Unterm Strich denke ich, dass wir heute verdient gewonnen haben, auch wenn ich heute einige graue Haare mehr bekommen haben“, so ein erleichterter Nico Teubert nach der Partie.  

Wir gratulieren dem gesamten Team zum Heimerfolg und freuen uns auf weitere erfolgreiche Spiele.


Quelle: ck

Fotos vom Spiel


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