FC Empor Weimar 06 e.V.

1.Männer : Spielbericht Kreisliga Nord - Saison abgebrochen u. annulliert!, 7.ST (2019/2020)

SV Am Ettersberg   FC Empor Weimar 06
SV Am Ettersberg 2 : 2 FC Empor Weimar 06
(1 : 0)
1.Männer   ::   Kreisliga Nord - Saison abgebrochen u. annulliert!   ::   7.ST   ::   28.09.2019 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

2x Julius Beier

Assists

Florian Hoffmann, Florian Rudat

Gelbe Karten

René Schwarzenau

Rote Karten

Dennis Hönniger (84.Minute)

Zuschauer

70

Torfolge

1:0 (3.min) - SV Am Ettersberg (Eigentor)
2:0 (47.min) - SV Am Ettersberg
2:1 (57.min) - Julius Beier (Florian Rudat)
2:2 (83.min) - Julius Beier (Florian Hoffmann)

Aufholjagd - Moral bewiesen und in Unterzahl einen Punkt erkämpft...

Unsere 1. Männermannschaft holt sich gegen den SV Am Ettersberg in Unterzahl, nach einem 2:0 Rückstand, noch ein Unentschieden und bleibt somit weiter auf Tabellenplatz 2.

Personell musste das Team wieder einige Veränderungen verkraften, aber dennoch standen elf motivierte Sportler auf dem Feld, die dem Tabellenführer Paroli bieten wollten.

Es war ein munteres Spiel, bei dem die Teubert-Truppe nach dem Start-Schock einem 1:0 hinterherrennen musste. Bereits in der 3. Spielminute musste Schlussmann Patrick Naumann die Kugel aus dem eigenen Kasten holen. Einen Schuss der Gastgeber fälschte Verteidiger Jonas Thiele unhaltbar ab. Eine unglückliche Szene aus Empor-Sicht. In der Folge versuchten unsere Männer den Gegner zu Fehlern zu zwingen und den Ausgleich zu erzielen. Aber mit Mann und Maus verteidigten die Männer vom Ettersberg und wenn die Abwehr den Ball nicht wegschlagen konnte, dann stand da noch ein Torwart oder der Ball ging daneben. So scheiterten Angreifer Florian Rudat (Kopfball), Richard Herzog (Kopfball), Maximilian Schrader und Mario Oschmann (aus der Distanz) reihenweise. Auf der anderen Seite immer wieder vereinzelte Angriffe der Gastgeber, die unsere Abwehrreihe regelmäßig beschäftigte und Patrick Naumann hell wach sein musste. In den ersten 45 Minuten eine ordentliche Partie mit der bis dato glücklicheren Führung der Gastgeber.

Trainer Nico Teubert motivierte zur Halbzeit seine Männer und forderte volle Einsatzbereit und Kampf bis zum Abpfiff. Einen Wechsel musste der Coach dennoch vornehmen, der bereits angeschlagene in die Partie gegangene Mario Oschmann konnte nicht mehr weitermachen und für ihn kam Jungstürmer Julius Beier in die Partie.

Wer nun dachte, dass unser Team voll auf Angriff setzt und den Gegner nach Wiederanpfiff an die Wand spielen sollte, der wurde eines Besseren belehrt. Fehler im Spielaufbau, lange Wege zum gegnerischen Spieler und scheinbar waren einige noch gedanklich in der Kabine. Und so passierte das, was im Fußball immer passiert. Der Gegner mit Pressing und Durchschlagskraft und dem Tor zum 2:0 (47. Minute). Keine Chance für unseren Keeper. Der Schuss des gegnerischen Angreifers innerhalb des Empor-Strafraums ging noch durch die Hosenträger eines Emporianers und schlug dann im Netz ein. Schlechter hätte man nicht in die 2. Hälfte gehen können.

Wer nun dachte, dass wir die Köpfe hängen lassen und kein Bein mehr vor das andere bekommen sollten, der irrte. Mit ganz viel Wut und Power rollte eine Angriffslawine nach der anderen. Unserer Gegner stand so tief, dass man eigentlich dachte, wollen die sich einigeln oder Fußball spielen. Ein Kopfball von Maximilian Schrader verfehlte erneut sein Ziel (an der Torausbeute muss Max unbedingt noch arbeiten!) und ein Schuss von Julius Beier wurde abgewehrt. Ettersberg bekam kaum Luft zum Atmen und versuchte sein Glück in langen Bällen. In der 57. Minute sollte das Abwehrbollwerk gebrochen werden. Julius Beier wird von Florian Rudat in Szene gesetzt. Der junge Angreifer ist fast schon an der Torauslinie und haut den Ball einfach mal auf den Kasten. Der Keeper perplex und der Ball zappelte im Netz. Der Anschlusstreffer und der Auftakt der Aufholjagd. Weitere Chancen auf beiden Seiten sollten folgen, aber noch stand es weiter 2:1. Die Schlussphase sollte von den Protagonisten alles abverlangen und das Schiedsrichtergespann hatte alle Hände voll zu tun. Auch die Fans am Spielfeldrand fieberten. Nach 79 Minuten der 2. Empor-Wechsel. Oliver Koch kam für Jonas Thiele in die Partie und ordnete sich gleich in der Angriffsreihe ein. Es wurde richtig voll im Gastgeber-Strafraum. Florian Hoffmann fand aber dennoch den agil aufspielenden Julius Beier, der im Strafraum nicht lange fackelte und den Ball ins lange Eck bugsierte. Das war der nicht unverdiente 2:2 Ausgleich in der 83. Spielminute. Danach wurde es hektisch, zunächst ein Zweikampf im Mittelfeld, der allerdings in die 2. Runde gehen sollte und ein Pfiff des Referees der böses erahnen ließ. Ein Griff in die Hosentasche und es folgte die Rote Karte für Mittelfeldabräumer Dennis Hönniger. In Unterzahl mussten wir nun versuchen, das Spiel zu Ende zu bringen. Was für eine Dramatik in der Schlussphase. Die beiden Trainer sprangen auf und ab und die Emotionen überwarfen sich. Ettersberg mit der riesen Chance zum Siegtreffer, aber Schlussmann Patrick Naumann mit einer Glanztat und der Hoffnung, dass wir vielleicht doch noch das Ruder umreisen können. Angetrieben von dem Willen, doch noch den Siegtreffer zu erzielen bot sich noch eine letzte Chance. Angreifer Florian Rudat behauptet in der 95 Spielminute im Zweikampf den Ball gegen einen Verteidiger und kommt aus guter Position zum Abschluss. Der Ball wird immer länger und länger, der Torwart streckt sich ganz lang und kommt gerade noch mit den Fingerspitzen an den Ball. Der Ball weiterhin frei und der heranstürmende Maximilian Müller mit der Einschusschance, aber der Keeper wieder auf den Beinen und mit der Hand am Ball. Es reichte nicht und so verging auch die Nachspielzeit. Aufgrund einer erneuten Behandlungspause beendete der Schiedsrichter dann die Partie mit dem 2:2 Unentschieden.

„Wir haben heute Moral bewiesen und nach dem 2:0-Rückstand noch einen Punkt mitgenommen. Auch wenn wir uns vor dem Spiel vielleicht mehr vorgenommen haben, müssen heute klar sagen, dass wir Defensiv zu leichte Tore gefangen haben. Wir müssen wieder zu unserer Defensivstärke zurückfinden“, so Nico Teubert nach der Partie.

Am kommenden Donnerstag kämpfen unsere Männer im Heimspiel gegen den SV 1951 Gaberndorf um weitere Punkte.

Also Jungs, starke Moral bewiesen und bis zum Schluss gekämpft. Im nächsten Spiel geht es wieder von Null los und da könnt ihr wieder Vollgas gegeben.

Nur der FCE.


Quelle: ck

Fotos vom Spiel