FC Empor Weimar 06 e.V.

1.Männer : Spielbericht Kreisliga Nord, 4.ST

FC Empor Weimar 06   SV Am Ettersberg
FC Empor Weimar 06 2 : 1 SV Am Ettersberg
(1 : 1)
1.Männer   ::   Kreisliga Nord   ::   4.ST   ::   03.10.2020 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Sebastian Jauß, Mario Oschmann

Assists

Jonas Drilling, Maximilian Schrader

Gelbe Karten

Patrick Naumann, Alexander Mikuta, Sebastian Jauß, Maximilian Schrader

Zuschauer

60

Torfolge

1:0 (5.min) - Sebastian Jauß (Maximilian Schrader)
1:1 (21.min) - SV Am Ettersberg per Elfmeter
2:1 (89.min) - Mario Oschmann per Elfmeter (Jonas Drilling)

Elfmeter in den Schlussminuten entscheidet umkämpftes Duell...

Zum Tag der Deutschen Einheit stand ein Fußball-Klassiker auf dem Programm. Unsere 1. Mannschaft empfing den SV Am Ettersberg auf dem heimischen Rasen.

Es wurde ein Spiel, welches von Emotionen, kleinen Nicklichkeiten, Diskussionen, körperlicher Härte und Spannung bis zum Schluss leben sollte.

Hier mal ein paar nackte Zahlen:

Auswechslungen:     4:0
Gelbe Karten:           4:3
Gelb für Trainer:       1:1
Alu-Treffer:               1:1
Elfmeter:                   1:1
Tore:                         2:1

Die Partie begann eigentlich unauffällig, beide Teams tasteten sich ab und versuchten zunächst abzuwarten. Dann ein Eckball, wie aus dem Nichts, Capitano Maximilian Schrader legte sich die Kugel zurecht, einige Emporianer trotteten in den Strafraum (man kann es auch als ein Art heranschleichen interpretieren) und viele rote Gegenspieler. Ettersberg anscheinend von der Empor-Taktik überrascht und unsortiert, machte sich unser Top-Joker Sebastian Jauß mit seiner ganzen Erfahrung auf, 4 Schritte nach vorne zur Seite ran, die Ecke mustergültig auf seinen Schlappen und via Direktabnahme in die Box (5. Minute) und ein riesiger Jubelaufschrei auf der Empor-Seite. Was unscheinbar aussah entpuppte sich als perfekt einstudierte Eckballvariante.

In den folgenden Minuten wurden die Gäste wacher und wir versuchten das Spiel zu kontrollieren. Ein Freistoß von Jonas Drilling aus aussichtreicher Position fand ebenso wenig den Weg in Gehäuse, wie ein Schuss von Maximilian Schrader. Dann eine hitzige Situation vor unserem Tor. Ettersberg in Überzahl an unserem Strafraum, ein Schuss, den Schlussmann Patrick Naumann nicht richtig zu fassen bekommt und im Nachsetzen unglücklich den heranstürmenden Gegner am Fuß trifft. Ein Pfiff und Elfmeter. Im Eins gegen Eins hatte Keeper Naumann sich noch ganz lang gestreckt, die Finger noch an den Ball bekommen, aber leider nicht mehr entscheidend abwehren können. Gleichstand und eine Partie, die ruhig begann und immer hektischer und lautstärker wurde.

Irgendwie tat der Ausgleich unserem Team nicht gut. Kleinere Fehler im Aufbauspiel, lange Bälle auf unsere schnellen Stürmer, anstatt gepflegtem Kurzpassspiel und immer wieder Diskussionen mit dem Unparteiischen. Schlussmann Naumann bewahrte seine Mannschaft in dieser Phase dann von einem Rückstand. Die Abwehr, um Alexander Mikuta, war zu weit aufgerückt, ein langer Ball auf den enteilenden Stürmer, dieser wackelte zwei Mal kurz mit der Hüfte und versuchte Patrick Naumann zu umkurven, aber wir können uns auf unseren Keeper verlassen, der wie ein Katze den Ball vom Fuß des Angreifers schnappte. Eine herausragende Aktion und das Glück, dass es nicht ein weiteres Mal binnen kurzer Zeit im Empor-Kasten klingelte. Christian Löwer versuchte auf seiner Seite mit individueller Klasse immer wieder in Dribbling zu gehen und mehrere Gegner auf sich zu ziehen und dann seine Mitspieler in Szene zu setzen. So leitete er eins ums andere Mal Torschussmöglichkeiten ein.

Ein weiteres Mal war der Fußballgott heute Empor-Fan. Wieder einer der sehr aktiven Angreifer der Gäste am Ball, ein kurzer Blick, Keeper Naumann auf Höhe der Fünfmetermarkierung, und es schepperte am Gebälk. Ganz klar kein Tor und ein Gästetrainer, dessen Jubelschrei bei dieser Aktion exklusiv war, denn so eindeutig, wie der Ball vor der Linie aufkommen ist, braucht auch ein Kurzsichtiger keine Brille mehr. Aus dieser Emotion heraus folgte eine gelbe Karte für den Coach der Gäste. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hatte womöglich auch eine Ermahnung gereicht. Es wurde hitziger.

Bei einer weiteren Gästeaktion wurde Patrick Naumann unglücklich am Kopf getroffen, konnte aber nach längerer Behandlungspause weiterspielen. Wir hofften alle, dass er durchhält und seinem Team weiter helfen kann. Und so kam es dann auch. Er biss auf die Zähne und machte über 90 Minuten ein herausragendes Spiel.

Die Teubert-Schützlinge nach der Unterbrechung wieder gefährlicher und aktiver. Der Druck auf das Gästegehäuse wurde erhöht und es folgten Chancen, die auch zu Toren hätten führen müssen. Kopfballchance von Florian Rudat, Jauß verpasste aus der Distanz einen gut vorgetragenen Angriff und Schrader scheiterte aus Elfmetern am Aluminium. Dann wurde Christian Löwer unsanft von hinten von den Beinen geholt, kein Pfiff und wieder lautstarke Proteste bei der Beurteilung dieser Szene. Coach Nico Teubert lautstark an der Außenlinie, da bis auf das Unparteiischengespann alle Zuschauer und Spieler ein klares Foulspiel gesehen haben. Diese Aktion wurden dann auch mit dem gelb Karton belegt (es stand nun auch bei den Trainer 1:1, zumindest bei den Karten). Es hätte gut und gerne auch schon 2:2 stehen können.

Mit dem 1:1 ging es dann in die Kabine.

Empor besser nach der Pause. Rudat verpasst die erste Gelegenheit nach Wiederanpfiff. Nach 55 Minuten ein Doppelwechsel. Richard Herzog kam für Lukas Thiele und Sebastian Schröder für den unermüdlich ackernden Sebastian Jauß in die Partie. Der Coach wollte frischen Wind in die Partie bringen und stellte zudem das System etwas um. Die taktischen Kniffe schienen zu wirken. Die Gäste mehr in die eigene Hälfte gedrückt und mehr Ballkontrolle in unseren Reihen. Mit Zunahme der Spieldauer blieben Torraumszenen die Seltenheit und wenn dann mal einer durch war, dann hielten die beiden Schlussmänner ihren Kasten mit guten Aktionen sauber. Die beste Chance zur Führung vergab Rudat kurz vor seiner Auswechslung.

60. Minute und ein weiterer Empor-Wechsel. Routinier Mario Oschmann (für Florian Rudat) betrat motiviert bis in die Haarspitzen und mit großen Schritten den Platz. Drei Minuten später der vierte Wechsel und Linksfuß Florian Hoffmann kam für Julius Beier ins Spiel. Das Spiel wurde zusehends nicklicher und anstatt die Luft zu sparen, wurde es dann auch lautstärker. Kurz vor Schluss dann ein Freistoß von Maximilian Schrader von halber Position und in der Mitte ein Gerangel, ein Schrei, ein Pfiff und Elfmeter. Der gut positionierte Schiedsrichter Weber hatte klare Sicht auf das Geschehen im Strafraum. Jonas Drilling versuchte die Hereingabe zu nutzen, wurde aber bei der Aktion unsanft auf den Boden der Tatsachen befördert. Kaum Diskussionen und Elfmeter. Mario Oschmann schnappte sich das Leder, atmete tief durch, ein paar Meter Anlauf und rein das Ding. Der Torwart die Finger noch am Ball, aber mit etwas Glück landete der Ball in den Maschen (89. Minute). Es war wieder Oschmann, der dem Teubert-Team bereits im Pokal mit seinem Treffer weitergeholfen hatte. Was in der 1. klappt, das funktioniert in der 2. leider noch nicht, denn da hat er weiterhin Ladehemmungen. Vielleicht wird es Sonntag besser.

Kurz darauf war Schluss und die Erleichterung über den späten Erfolg war allen Emporianern anzusehen. Ein Kraftakt, bei dem man unterm Strich auch mit einem Unentschieden hätte leben können.

„Das war keine Partie für schwache Nerven. Ein fußballerischer Leckerbissen war es auch nicht, aber dafür ganz viel Spannung, hitzige Duelle, Emotionen und am Ende der Lucky Punch durch einen Elfmeter. Ich glaube, so kann man das Spiel kurz und knapp zusammenfassen und wir atmen jetzt erst mal tief durch, freuen uns über die 3 Punkte und blicken weiter nach vorne“, so ein erleichterter Coachi Nico Teubert nach dem Spiel.

„Wir haben uns nach und nach dem Spiel der Gäste angepasst. Hatten einige gute Kurzpassstafetten im Spiel, aber da muss einfach mehr kommen. Wir nehmen die 3 Punkte gerne mit, in 2 Wochen fragt keiner mehr, wie wir die geholt haben. Wir müssen aber weiter nachlegen. Spielerisch können wir einfach besseren Fußball zeigen, im Vergleich zu dem, was wir heute auf dem Platz gezeigt haben und in den kommenden Spielen werden wir das auch wieder zeigen“, so ein erschöpfter Capitano Maximilian Schrader beim Interview auf dem Weg in die Kabine.  

Wir gratulieren dem gesamten Team zu den hart erkämpften 3-Punkten und freuen uns auf weitere Erfolge.

Weiter so Jungs und Viel Erfolg in den kommenden Spielen.

Nur der FCE.


Quelle: ck

Fotos vom Spiel